Die Ein-Weg-Demokratie

 

Gern wird  der Begriff "Demokratie" mit  der "Rechtsstaatlichkeit" gleichgesetzt. Die Rechtsstaatlichkeit ist  bekanntermaßen aber nur ein Teil der Demokratie, denn auch wenn in einem Land die Rechtsstaatlichkeit garantiert ist, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass sich auch die Demokratie in einem  funktionsfähigen Zustand befindet. Nicht jeder hat die Kraft, sich der überdeutlichen Mehrheit in Deutschland inhaltlich zu widersetzen, wenn er Ausgrenzung in der Gesellschaft befürchten muss, Probleme auf dem Arbeitsplatz bekommen kann, bei der Bewerbung eines solchen gar benachteiligt wird, oder gar Aufträge verliert. So wird dann zwangsläufig  auch mal gern darauf verzichtet, sich öffentlich zu äußern. Das führt dazu, dass sich die Gemäßigten  Stück für Stück immer weiter zurückziehen. Das scheint seit 2005 gerade in Deutschland ein sehr schwerwiegendes Problem zu sein, denn der radikale Hass auf Andersdenkende,  der war in der Bundesrepublik noch nie so hoch. Wer der Mehrheitsmeinung nicht folgt, muss somit damit rechnen, diskriminiert, ausgegrenzt und an den Pranger gestellt zu werden.

 

Da man der freien Presse einen objektiven Artikel nicht einfach vorschreiben kann, sind  einst die öffentlich-rechtlichen TV-Sender entstanden. Werden sie dem Ziel einer ausgewogenen Berichterstattung tatsächlich gerecht, kann der Bürger nach bestem Wissen auf dem Wahlschein sein Kreuzchen machen. In der Realität ist es jedoch leider so, dass in Talkshows meist ein völliges Ungleichgewicht an Meinungsvertretern gegeben ist. Hier diskutieren dann bei relevanten Themen gleich 5 gegen 1. Dieser eine Diskussionsteilnehmer wird sich wohl kaum gegen diese Übermacht durchsetzen können. In Reportagen sieht es oftmals nicht besser aus! Den Vorwurf der Unausgewogenheit müssen sich die Öffentlich-Rechtlichen gefallen lassen, denn beweisbare Tatsachen, die lassen sich grundsätzlich nicht abstreiten. Die Bildung der eigenen Meinung und auch der gesamten Gesellschaft ist nun einmal gerade von den öffentlich gegebenen Informationen mehr als abhängig, was sich dann auf die politischen Wahlen auswirkt. Ja, so einfach kann man heutzutage (indirekt) den Ausgang der Wahlen massiv beeinflussen. Deshalb ist mir dieser Kritikpunkt sehr wichtig. 

 

Der größte Teil der Gesellschaft widersetzt sich diesen Vorgängen nicht, sondern übernimmt diese Mehrheitsmeinung einfach, weil das Selberdenken scheinbar viel zu aufwendig ist. Wenn es nicht mehr lohnt, sich wenigstens ein paar Gedanken um unsere Zukunft zu machen, dann wird genau das nicht nur für die Demokratie zum Problem, sondern der gesamten Gesellschaft zum Verhängnis. Je stärker alles sich in eine bestimmte Richtung bewegt oder bewegen soll, desto schwerer haben es die Andersdenkenden, umso leichter diejenigen, die das Andersdenken verhindern wollen. So entsteht Hass, der sich bis zum Terroranschlag hochpushen kann. Die Medien, insbesonders die öffentlich-rechtlichen, sollten sich ständig vor Augen halten, dass sie nicht nur die Demokratie in Händen halten, sondern auch noch den Erhalt des Wohlstandes und des inneren Friedens. Eine Demokratie kann nur so viel wert sein, wie die Möglichkeit auf sachliche Informationsbeschaffung vorhanden ist.

CK 28.02.2020

 

 

Gelebte Demokratie

 

In einer Demokratie bedarf es zu jeder Ideologie einen legitimierten Gegenpol. Rechts fängt bei  gemäßigter Mitte-Rechts an, die nicht ausländerfeindlich, sondern zuwanderungskritisch ist. Diese Mitte ist somit selbstverständlich nicht rechtsextrem oder nationalsozialistisch, so wie Mitte-Links nicht linksextrem oder kommunistisch ist. Jede Ideologie hat gemäßigte Strukturen, leider jedoch auch extremistische Ränder. Aus der Geschichte wissen wir nur zu gut, dass aus allen Richtungen millionenfach gemordet worden ist. Beim (extrem rechten) Nationalsozialismus sprechen wir von etwa 40 Millionen Toten, beim (extrem linken) Kommunismus sogar von 100 Millionen. Vergessen wir auch nicht, wieviele Menschen von verschiedenen Glaubens-gemeinschaften getötet worden sind. Wie sieht es aus, wenn man Fan von irgendeinem Fußballclub ist und sich darunter auch gewaltbereite Hooligans befinden? Verlässt man dann auch die gesamte Fangemeinschaft des gesamten Vereins? Müssen wir alles verwerfen, was von ideologischer  Prägung ist? Wenn ja, dann gilt das für alle Ideologien gleichermaßen

 

„Rechts“ ist nicht „Nazi“, „links“ nicht „Stalin“

 

Das meint Wikipedia: "Innerhalb des demokratischen Spektrums wird der Begriff „rechts“ heute meist mit „bürgerlich“ gleichgesetzt und für die entsprechenden Parteien (in Deutschland vor allem CDU/CSU und teilweise FDP) verwendet, um sie von der „Linken“ abzugrenzen." Ich meine, dass es absolut wichtig ist, dass es zur linken Ideologie sprachlich eine legitime direkte Gegenideologie gibt, denn wenn man das Gegenteil von links als böse betrachtet, dann macht man logischer Weise die linke Ideologie unausweichlich zur guten. Und das kann es ja nicht sein.

 

29.06.2019: Eine Antwort vom TV-Sender, warum der untere Beitrag zensiert wurde, liegt bisher noch nicht vor. Meinungsfreiheit war gestern!? Man bekommt es meist selbst gar nicht mit, wenn man zensiert wird, da man selbst noch den Beitrag lesen kann. Als ich nach ein wenigen Minuten bereits 10 Gefällt mir bekommen hatte, dann jedoch plötzlich keine mehr, wurde ich stutzig. Wenn man sich ausloggt und dann anschließend auf die Seite geht, kann man sehen, ob der Beitrag noch für andere sichtbar ist. Dies war leider nicht mehr der Fall. Journalismus sollte fair sein!

 

 

Keine Alternative zum Kapitalismus?

 

Welche Alternative zum Kapitalismus haben wir denn? Keine! Der Kapitalismus funktionierte viele Jahrzehnte. Das Problem ist, dass er zu viel Macht bekam durch das Krebsgeschwür FREIHANDEL Warum? Weil sich die Industrie heute den Standort aussuchen kann, wo sie am günstigsten produziert, dabei immer häufiger ohne zwischenstaatliche Einschränkungen exportieren kann. Dadurch ist ein extremer Wettbewerb zwischen den Produktionsstandorten, Sozialstaaten und Unternehmen entstanden. Jedes Land MUSS nun andere Staaten bei den sozialen Ausgaben unterbieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben bzw. die Industrie im Land bei Laune halten zu können. Unterdessen versucht nun jedes Unternehmen, immer günstiger zu werden als andere, um noch wettbewerbsfähiger zu werden, was sich dann natürlich auf die Löhne der Arbeitnehmer auswirkt. Somit werden wir von immer mehr Produkten erschlagen, die gar nicht lange halten sollen, damit sie  schnellstmöglich den Weg auf den Müll finden, weil es wieder viele andere moderner Produkte gibt, die dann gekauft werden sollen.

 

Die Müllberge steigen, Ressourcen werden knapper, der Energiebedarf wächst stetig = schlecht für die Umwelt. Wenn man einmal bedenkt, dass man früher die Arbeitgeber und die Reichen steuerlich deutlich mehr belasten konnte, fast nach Belieben, dann dürfte man die Ursachen mehr als deutlich sehen. Auch die Reichen, das sind meist Unternehmer, Ärzte, Ingenieure und so weiter, können sich nun die Länder aussuchen, die ihnen finanziell am besten liegen. So haben sie die Macht. Naja, die nicht funktionierende sozialistische DDR hatte genau deshalb die freiheitsraubende Mauer, damit genau diese Fachkräfte sich nicht einen anderen Ort zum Leben aussuchen. Der wachsende Freihandel hat dem Kapitalismus die Regeln genommen. Alles sehr schade, aber leider wahr....

13. Juli 2019


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