Die Facebookdiskussion  am 12. Oktober 2016

Thema: Der Zustand unseres Landes

 

Beteiligte:

Carsten Korte: Blogger aus Leidenschaft

 

Axel Wallrabenstein:  CDU Experte

Ehemaliges: Bundesgeschäftsführer der Jungen Union, Pressesprecher im Innen-ministerium des Freistaates Sachsen - Redakteur Deutsche Welle TV, Pressesprecher in der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin, Mitglied im Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) sowie im Vorstand der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

 

Thomas Paulwitz:  ist ein deutscher Historiker, Journalist und Publizist. Im Jahr 2000 war er Mitbegründer der Print- und Onlinezeitung Deutsche Sprachwelt, als deren Chefredakteur er bis heute tätig ist. Paulwitz galt als einer der Wortführer für die Rücknahme der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996. Seit 2011 ist er Sprecher der Arbeits-gemeinschaft Straße der deutschen Sprache, seit 2015 Vorstandsvorsitzender der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache

 

 

Carsten Korte: Da kann sie ja froh sein, dass Orban die Grenzen geschlossen hat! Aber ist sie ja nicht! Sie kritisiert es ja immer noch. Erst schmückt sie sich mit den Ergebnissen Schröders Agenda 2010, jetzt mit Orbans Grenzschließung. Wer sich so link(s) verhält, ist wirklich brandgefährlich!

 

Thomas Paulwitz.: 890.000 + 213.000 = 1.103.000. Der Pfeil müßte nach oben gehen.

Carsten Korte: Thomas Paulwitz  Das war auch mein 1. Gedanke...und das Jahr ist noch nicht einmal rum....

Thomas Paulwitz.: Alles andere ist Propaganda. Die Kollegen von der "Welt" kennen nicht den Unterschied zwischen "im Jahr 2016 registrierte Flüchtlinge" und "registrierte Flüchtlinge im Jahr 2016". Setzen, sechs.

 

Carsten Korte: Und ob die Zahlen überhaupt stimmen, daran habe ich meine Zweifel. Es war einmal,von bis zu 1,8 Millionen die Rede, von offizieller Seite....Außerdem sind Statistiken ja auch oft nicht das Wert, was sie aussagen sollten. Bei den Arbeitslosenstatistiken wird ja auch gern manipuliert. Nach all dem Chaos, vor allem weil auch viele untertauchen, weil sie Verwandte haben und nicht in einer Unterkunft leben wollen, glaube ich diesen Zahlen nicht. Wenn die Zustimmung an die Politik verschwindet, dann muss gelogen werden, zumal wir nächstes Jahr Bundestagswahlen haben.

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte die Gefahren steigender rechter Gewalt machen mit in der Tat Sorgen.

Carsten Korte: Mir ebenso, wie linke Gewalt und anderen Extremismus! Aber wer hat den die Basis dafür geschaffen, dass Extremismus entsteht? Es ist die Politik aller etablierter Parteien, wenn sie z.B in Talkshows sich über das Volk stellen und kritische Bürger immer als "Die haben doch nur Angst vor dem eigenen Abstieg" Und solche Aussagen: "Uns ging es nie so gut" sind völlig falsch und daneben! Denn die Zukunft war noch nie so unsicher!

 

Axel Wallrabenstein:  Carsten Korte das ist in der Tat nicht in Ordnung. Deshalb muß man aber unserer Rechtsstaat nicht in Frage stellen. Das ist Unsinn. Und nebenbei: Hätten alle ihre Paiere weg geworfen oder gar keine gehabt, dann müßte man sich auch drum kümmern. Die Menschen sind in Not und wir sollten helfen wo wir können.

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte Uns ging es noch nie so gut!

Carsten Korte: "Uns geht es so gut wie noch nie" möchte ich damit entgegnen, und behaupten, dass die Zeiten dank deutscher Politik noch nie so unsicher waren und dass wir uns in eine extreme Abhängigkeit zum Wirtschaftswachstum und damit zur Industrie, begeben haben, wie noch nie. Genau das gibt denen doch die Macht! "Macht ihr nicht, was wir wollen, sind wir weg", um es mal überspitzt auszudrücken.

 

Carsten Korte: Wir dürfen nicht den Gedanken hegen, das heutige Deutschland als zukünftigen Maßstab zu nehmen, denn ich befürchte, dass wir einen Crash hinlegen werden, wenn die Wirtschaft einmal länger schwächelt oder in die Rezession geht.. Gute Fachkräfte kommen nicht, sondern wandern ab, das zeigt schon den Zustand des Landes Bedenken wir, wie nah wir 2003 an der Handlungsunfähigkeit des Staates waren.

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte alle Zahlen, Daten und Fakten sprechen dagegen. Und wenn es nicht so gefährlich wäre - man müßte die Weltuntergangstheoretiker mal 2 Jahre machen lassen. Aber wer will das schon 😉

 

Carsten Korte: Wir haben zur Zeit noch beste Bedingungen, wie extrem niedriger Eurokurs, Benzinpreis, Null-Prozentzinsen, wenn diese Vorteile einmal sich normalisieren, was ist dann? Heute kann die Regierung die Probleme noch durch Einsatz von Geld wegreden. Ist das Geld weg, dann sieht es hier anders aus. Und was ist mit den Bürgschaften....

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte irgendwann sitzen wir alle mit unserem Hintern im offenen Kofferraum und nölen rum. 

Carsten Korte: Wie sähe die Lage denn aus, wenn wir die derzeitigen Vorteile nicht hätten? Wie sähe der Bundeshaushalt aus ohne die Null-Zinsen?

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte na, wir haben sie. und das hat doch auch was mit politik zu tun. sie können doch nicht ernsthaft alles negative der politik und alles positiv allah anhaften. das funktioniert nicht ...

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte sage ich ja.

 

Carsten Korte: Es löst keine Probleme, in der man die Probleme einfach unter den Teppich kehrt! Denn das rächt sich eines Tages. Vor allem ist es die Scheinheiligkeit und Doppelmoral, die die Leute auf die Palme bringt! Gerade in den letzten Talkshows, die auf die verbalen Attacken in Dresden am 3. Oktober, waren diese Scheinheiligkeiten nicht zu überbieten. Es wurde immer empört kritisiert, dass Merkel als Volksverräterin tituliert wurde. Dabei sind solche verbalen Entgleisungen bei jeder Anti-AFD-Demo zu hören. Das ist Doppelmoral und führt zu Hass und Extremismus. Wenn ein Land nur noch finanzierbar ist, wenn die derzeitigen extrem ungewöhnlich günstigen Gegebenheiten gegeben sind, dann muss die Sache eines Tages schiefgehen. Das ist meine Kernbotschaft.

 

Carsten Korte: Es wäre nett, wenn Sie mir die Frage noch beantworten würden, wie es aussieht, wenn die Null-Zinsen-Politik weg fällt. Wie viel Überschuss hätten wir dann heute?

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte andere Länder haben auch Null-Zins Politik und dort sieht es überall schlechter aus. Also hat es doch was mit unserer besseren Politik zu tun!

 

Carsten Korte: Die Null-Zinsen Politik ist Politik der Zentralbank. Außerdem ist das keine Lösung, wenn dadurch Sparer und private Renten enteignet werden. Aber nocheinmal: Wie hoch wäre der Überschuss ohne die Null-Zinsen der EZB? Wir hätten eine milliardenschwere Neuverschuldung! Außerdem hat der schwache Euro auch einen sehr gefährlichen Harken, denn dadurch werden nun viele tausend alteingesessenen Betriebe ans Ausland verkauft, sodass es bei einer evtl. Erhöhung der Abgabenlast, die zwangsläufig einmal kommen wird, immer wahrscheinlicher wird, dass diese Betriebe unser Land dann verlassen werden. Die Globalisierung macht es denen leicht! Wenn wir bedenken, dass unter Merkel die Sozialausgaben extrem gestiegen wird, ist dieses Szenario langfristig nicht mehr aufzuhalten.

 

Carsten Korte: Warum es uns noch besser geht? Weil der Süden für den Euro zu schwach ist und weil wir dank Schröder unser Sozialsystem rasiert haben und nebenbei die Gewerkschaften lange Zeit auf Lohnsteigerungen verzichtet haben. Außerdem hat der Süden ein Problem mit Korruption und fehlerhafter Bürokratie, sodass dort niemand gern investiert! Vergessen wir aber nicht, dass diese südeueropäischen Völker mit Krisen viel besser umgehen könnnen als wir, denn dort haben bis zu 80 Prozent der Menschen eine eigene Immobilie, während es hier gerade mal die Hälfte sind! Außerdem sind wir Schlusslicht in Europa in Bezug zum Vermögen!

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte schrecklich hier, ganz schrecklich.

Carsten Korte: noch ist es nicht schrecklich, aber die Regeln, die hierzulande herrschen, nennen sich Chaos, Zukunfts- und Selbstzerstörung! Deutschland ist nur noch ein "UWAZ", ein unkontrollierbarer Wirtschaftsraum auf Zeit! .... Und die Frage haben Sie immer noch nicht beantwortet....

 

Carsten Korte: Eine Situation, die Bände spricht! 

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte ich war dabei. Man muss schon ziemlich bescheuert sein, das so zu deuten. Merkel wollte den Wahlsieg nicht vom Parteiereignis zum Deutschlandereignis machen und nicht überhöhen. Eigentlich sympathisch - aber die deutschnationalen Irren kapieren es halt nicht.

 

Carsten Korte: Das ist schon eine extrem naive oder auch parteilich unterwerfende Sichtweise von Ihnen! Wenn eine Partei gewählt wird, um Deutschland zu "dienen" und den Erfolg zu mehren, dann gehört es sich nicht, wenn man die Deutschlandflagge von der Bühne holt und dann noch mit diesem Blick, der Bände spricht. Klar ist doch, dass Merkel nichts von nationalen Symbolen hält und Europa als "Superstaat" haben möchte, denn darauf läuft alles hinaus! Diese Mitgehangen-Mitgefangen-Europapolitik der Kanzlerin lässt keinen anderen Schluss zu!

 

Axel Wallrabenstein: Carsten Korte Sie verstehen das nicht nur nicht, Sie wollen es nicht verstehen. Hoffe, Sie haben wenigstens gedient.

Carsten Korte: Mein Fazit: Wir brauchen einen geeigneten Stresstest nicht nur für Banken, sondern für den Staatshaushalt. Der würde offenlegen, wie sich dieses Land in längeren Krisenzeiten (Rezession) verhält und wann die Handlungsunfähigkeit, wie man sie uns 2004 bereits weismachen wollte, eintritt. So, ich muss arbeiten.


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