So ist das Leben?! Eben!

 

Würde ich das Leben einmal in nur einem Bild beschreiben, dann wäre dort wohl eine Waage zu sehen. Auf der linken Seite fänden sich die Sorgen und Mühen, die man im Leben hat, ebenso die Einsamkeit, Krankheiten, Enttäuschungen und Rückschläge. Diese Seite wäre oben mit "glücklich", unten mit dem Begriff "unglücklich" beschriftet. Auf der rechten Seite fänden sich die schönen Momente, die sich in Glücksgefühlen messen lassen. Hier wäre die Gesundheit, Freundschaft, Liebe, Harmonie und Geborgenheit von der Lebenssituation platziert, jedoch umgekehrt beschriftet, oben "unglücklich" unten "glücklich".

 

Je mehr die linke Seite belastet wird, desto mehr muss die rechte mit Freude, Liebe und Geborgenheit gefüllt werden. Nur so lässt sich das Leben überhaupt meistern, gerade auch in schwierigsten Zeiten, wenn man in der misslichen Lage ist, über sich hinaus wachsen zu müssen. Das Leben läuft nur dann in sicheren Bahnen, wenn die Lebenswaage mindestens in der Waage liegt, glücklich werden wir aber nur dann, wenn ein rechter Überhang zu verzeichnen ist. 

 

Lässt sich die linke Seite jedoch dauerhaft nach unten ziehen,

werden wir unglücklich, manchmal aber auch krank.

 

Oftmals versuchen wir aber unsere Lebenswaage mit Hilfe eines schönen Traumes zu betrügen, indem wir alles gleich positiv sehen, was wir sehen, ohne neutral zu prüfen. Wir möchten unbewusst die rechte Seite durch falsche Hoffnungen oder übertriebene Erwartungen stärken, die aber in diesem Fall dann regelgerecht doch auf der anderen Seite, unter der Begrifflichkeit "Enttäuschung", landen wird. Vielleicht nicht immer sofort, aber je später der Zeitpunkt, desto mehr Lebenszeit wurde vergeudet; die Lebensuhr läuft rückwärts! Auch sie wandert kontinuierlich und unaufhaltsam, von der rechten Seite auf die linke zu, Stück für Stück, in der Kindheit noch recht langsam, aber im fortgeschritteten Alter dann doch immer schneller.

 

Besonders kritisch ist es, wenn man ein positives, aber vielleicht auch ein negatives Ereignis, künstlich aufplustert, sodass es im Gehirn einen zu großen Raum für sich beansprucht. Damit ist der immer wiederkehrende Gedanke gemeint, der sich wie ein Film in der Endlosschleife verhält. Verantwortlich dafür ist die Sucht nach einem besonderen Gefühl, sei es positiv oder auch negativ, das einem dann zeitlich grenzenlos zur Verfügung stehen soll. Es wirkt realitätsbetäubend, wie eine Droge. Das führt nicht selten zur psychischen Müdigkeit und ausgeprägten Konzentrationslosigkeit, weil das Gehirn einfach überlastet ist. Unser Gehirn, mit all den "inhaftierten" Gedanken, muss stets in mehrere Richtungen gelenkt werden, damit es nicht zu den besagten Nebenwirkungen kommt. Wer sich demnach nur auf ein Thema, eine Richtung oder Ereignis konzentriert, wird sie zu spüren bekommen. 

 

Hoffnungen haben- ist im Prinzip zwar etwas Gutes, aber eben nur dann, wenn sie mehr sind als verträumte Illussionen, die der Realität nicht standhalten werden. Drum überprüfe sie rechtzeitig.

 

Aber das alles ist natürlich leichter gesagt als getan, weil man die Realität nicht immer erkennen kann oder sie auch gar nicht erkennen möchte, denn schöne Gefühle zu haben, wenigstens für einige Augenblicke, möchte jeder. Im Leben gibt es kein Patentrezept für´s Glücklichsein, da es natürlich keine Selbstverständlichkeit ist, dass die rechte Seite nach unten gedrückt werden kann, schließlich brauchen wir dazu gewöhnlich auch verlässliche Mitmenschen, die es möglich machen. Genau das macht das Leben manchmal so schwierig, so unberechenbar, denn man fragt sich schon, wo sie sind. (25. Juni 2017)

 

 

Jeder ist des eigenen Glückes Schmied (?)

 


Bei der Frage, worauf ein Mensch nicht stolz sein könne, sind sich viele Menschen sofort einig: die eigene Nationalität. Die Begründung dafür lässt nicht lange auf sich warten. Es heißt, man könne sich den Geburtsort nicht aussuchen und deshalb zwar glücklich darüber sein, aber keineswegs stolz. So weit so gut, aber auf was kann der Mensch tatsächlich stolz sein? Ist nicht alles, was wir im Leben erreicht haben oder erreichen werden, indirekt auch, zumindest größtenteils, als ein Geschenk zu betrachten?

 

Klar ist natürlich, dass der Mensch für seinen Erfolg meist selbst dafür seine Leistung erbracht hat. Jedoch sind die Mittel, die er zur Erbringung einer gewissen Leistung benötigt, für jeden Menschen sehr ungleich vorhanden. Schon nach der Geburt des Menschen können die Gegebenheiten für eine gute Zukunft nicht unterschiedlicher sein. Fest steht dann schon, wer die Eltern sind und auch das, was von ihnen zukünftig zu erwarten ist. Sind sie vernünftig und werden ihm Werte vorleben und auch vermitteln können? Werden sie ihm zudem noch mit Liebe und Zuneigung begegnen, was für jeden Menschen absolut wichtig ist? Sind sie geeignete Ansprechpartner bei Problemen? In welcher Umgebung wird das Kind leben und aufwachsen, wer sind die Mitmenschen, in der Schule oder im privaten Leben? Bei den Eltern, die selbst etwas positives zustande gebracht haben, wird es grundsätzlich leichter sein, das eigene Leben zu meisten.

 

Gute Gene, schlechte Gene (!)

 

Gerade die eigene Genetik, auf die wir ebenfalls keinen Einfluss haben, spielt eine sehr tragende Rolle. Wie wird der Mensch eines Tages ausssehen, strotzt er im zukünftigen Leben eher vor Gesundheit oder spielen Krankheiten eine größere Rolle? Wird er eher intelligent, strebsam und fleißig sein oder neigt er zur Faulheit und Dummheit? Neigt sein Charakter zu einem lieblichen und gefühlvollen oder zu einem egoistischen und bösen? Wird er eher selbstbewusst auftreten können oder doch zur ständigen Nachgibigkeit tendieren? Ist er zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder passt vielleicht alles gut zusammen? Einiges kann man natürlich durch Erziehung oder Aufklärung beeinflussen. Aber auch diese Mittel sind nur begrenzt einsetzbar, da letztendlich der wahre Grundcharakter eines Menschen klare Grenzen setzt. Dieser wahre (angeborene) Basischarakter ist unveränderlich.  Diese These macht sich im Alltagsleben immer wieder deutlich.

 

Auch wenn mehrere Kinder mit den absolut identischen Mitteln und Wegen erzogen worden sind, können sich im späteren Leben völlig unterschiedliche Charaktereigenschaften entwickelt haben, wenn sich der wahre Grundcharakter durchgesetzt hat, der ihnen dann den zukünftigen Lebensweg aufzeigt und bestreiten lässt. Ob sich jedoch der wahre Charakter durchsetzt, kommt darauf an, wie durchsetzungsstark dieser ist. Die sichtbaren Charaktereigenschaften, sie können von der Genetik stammen, müssen aber somit nicht. Manchmal reicht es schon aus, dass sich im Leben nur eine Kleinigkeit ändert und sich dann ein ganz anderer Prozess in Gang setzt, der dann plötzlich ganz andere, nämlich die wahren Charaktereigenschaften des Menschen, zu Tage bringt. Das Leben birgt viele Überraschungen...

 

Das Schicksal...

kann ein Arschloch sein

 

Im Bezug zum eigenen Lebensweg spielt aber das Schicksal letztendlich die mächtigste Rolle. "Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, zu sein" oder "zur falschen Zeit am falschen Ort" sind nur zwei Triumpfkarten, die das Schicksal oder evtl. auch ein höheres Wesen, in den Händen hält. Jeder Mensch ist demnach eben nicht des eigenen Glückes Schmied, weil er gerade in der Anfangsphase des Lebens, aber auch später, von unbeeinflussbaren Dingen abhängig ist. Schon deshalb kann man nicht unbedingt stolz darauf sein, was man geschaffen hat. Muss man überhaupt stolz über etwas sein, wofür man die erforderlichen Möglichkeiten und Spielräume geschenkt bekommen hat? Ist es nicht doch positiver, einfach mal glücklich und dankbar darüber zu sein, wer oder was man ist? Zwischen Stolz und Arroganz ist der Weg nur ein sehr kurzer... (09. März 2017)

 

 

 

 


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